Sieben Monate. So lange haben Ihr Helm und Ihre Skibrille ungefähr im hintersten Winkel eines Schranks verbracht, zusammen mit Ihren Fäustlingen und Ihrem Skianzug. Sie haben Ihnen den ganzen letzten Winter treu gedient, doch bevor Sie sie wieder auf die Piste mitnehmen, verdienen sie einen kleinen technischen Check.
Gute Nachricht: Die Skiausrüstung startklar zu machen, erfordert weder Werkzeug noch besondere Fähigkeiten. Zehn Minuten genügen, um zu erkennen, was eine weitere Saison durchhält, was gereinigt werden muss und was Sie besser ersetzen. Folgen Sie der Anleitung, Punkt für Punkt.
Der Skihelm: 5 Punkte zum Prüfen

Der Helm ist das einzige Ausrüstungsteil, dessen Zustand sich mit bloßem Auge oft schwer beurteilen lässt. Ein Grund mehr, ihn sorgfältig zu untersuchen.
1Die Helmschale
Fahren Sie mit der Hand über die gesamte Außenfläche. Ein Riss, eine Beule oder eine Delle, selbst eine leichte, zeigt, dass der Schutz belastet wurde. Dann sollten Sie den Helm ohne Zögern austauschen. Einfache oberflächliche Kratzer sind dagegen vor allem optischer Natur.
2Das Innenleben und die Polsterung
Nehmen Sie die herausnehmbaren Komfortpolster ab, sofern Ihr Modell das zulässt. Darunter darf die stoßdämpfende Struktur weder Risse noch eingedrückte Stellen aufweisen, auch keine leichten. Ein Komfortpolster, das muffig riecht, lässt sich waschen; ein Polster, das bröckelt, muss ersetzt werden.
3Die Gurte und die Schnalle
Ziehen Sie kräftig an den Gurten und testen Sie die Schnalle mehrmals. Sie muss mit einem deutlichen Klick einrasten und darf sich unter Zug nicht öffnen. Ein ausgefranster Gurt ist ein Warnsignal. Der Kunststoff der Schließe kann bei einem älteren Helm spröde werden. Achten Sie besonders darauf.
4Das Verstellsystem
Drehen Sie das Einstellrad in beide Richtungen. Es muss den Kopfumfang ohne Kraftaufwand und ohne Haken anpassen. Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit, ob der Helm beim Kopfschütteln nicht verrutscht.
5Die Größe, vor allem bei Kindern
Ein Kind kann in einer einzigen Saison mehrere Zentimeter Kopfumfang zulegen. Drückt der Helm auf Stirn oder Schläfen oder schließt er nicht mehr richtig, ist es Zeit für die nächste Größe. Ein zu kleiner Helm schützt schlecht, und ein Helm, in den das Kind „hineinwachsen“ soll, ebenfalls.
Wann sollten Sie Ihren Skihelm austauschen?
Zwei Situationen sind nicht verhandelbar:
Auch wenn man nichts sieht: Die innere Struktur kann den Aufprall abgefangen haben und wird das kein zweites Mal leisten.
Die Materialien altern durch UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Schweiß. Die Hersteller empfehlen im Allgemeinen einen Austausch nach etwa 5 Jahren, bei intensiver Nutzung früher.
Ihr Helm ist verschmutzt oder braucht eine gründliche Reinigung? Alle unsere Tipps finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Pflege des Skihelms.
Die Skibrille: 6 Punkte zum Prüfen

Eine Skibrille in schlechtem Zustand bedeutet einen Tag mit zusammengekniffenen Augen. Nehmen Sie sie aus dem Etui und betrachten Sie sie bei Tageslicht.
1Die Scheibe: Kratzer und Risse
Neigen Sie die Brille vor einem Fenster. Ein paar Mikrokratzer am Rand stören nicht. Ein Kratzer im Sichtfeld oder ein Riss, selbst ein feiner, rechtfertigt dagegen den Austausch der Scheibe.
Gute Nachricht: Bei einer Skibrille mit Wechselscheibe muss nicht alles ersetzt werden. Die CÉBÉ ATTRACTION beispielsweise hat eine Scheibe mit Magnetclips, die sich in wenigen Sekunden wechseln lässt.
2Die Antibeschlag-Beschichtung
Die Antibeschlag-Beschichtung befindet sich auf der Innenseite der Scheibe. Sie ist empfindlich: Kräftiges Abwischen oder Reiben mit einem Handschuh genügt, um sie zu beschädigen. Wenn Ihre Brille im letzten Winter immer häufiger beschlagen ist, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Beschichtung abgenutzt ist.
3Die Reinigung
So reinigen Sie eine Skibrille, ohne sie zu beschädigen:
- Spülen Sie die Außenseite mit lauwarmem Wasser ab, um Staub zu entfernen;
- trocknen Sie sie durch Abtupfen mit dem Mikrofaser-Etui, ohne zu reiben;
- berühren Sie die Innenseite der Scheibe nur bei Bedarf und immer durch Abtupfen;
- vermeiden Sie Haushaltsreiniger, Alkohol und Föhn.
4Die Polsterung
Prüfen Sie, ob der Schaumstoff, der sich an Ihr Gesicht schmiegt, weder abgelöst noch verhärtet noch bröckelig ist. Ein beschädigter Schaumstoff lässt kalte Luft durch und begünstigt das Beschlagen.
5Das Brillenband
Dehnen Sie das Band maximal. Ein ausgeleiertes Band oder eines, das seinen Silikon-Grip verloren hat, lässt die Brille den ganzen Tag auf dem Helm rutschen.
6Die Kompatibilität mit Ihrem Helm
Haben Sie den Helm gewechselt? Probieren Sie beide zusammen aus. Die Oberkante der Brille muss unter dem Helmschirm sitzen, ohne eine Lücke an der Stirn zu lassen, und das Band muss hinter dem Helm halten.
Tragen Sie eine Korrekturbrille? Die Skibrille RIDGE 2 OTG ist dafür gemacht, über der Brille getragen zu werden.
Die Scheibe muss außerdem zu Ihren Bedingungen auf der Piste passen. Mehrere CÉBÉ Skibrillen werden mit zwei Scheiben geliefert (Kategorie 3 für Sonne, Kategorie 1 für schlechtes Wetter), und die CLOUD 3 VARIO ist mit einer photochromen Scheibe ausgestattet, die sich an die Helligkeit anpasst. Für die richtige Wahl lesen Sie unseren Leitfaden zu Skibrillen-Scheiben.
Kategorie 1, 2, 3 oder photochrom: unser Leitfaden zur Wahl je nach Wetter.
Den Leitfaden lesenWussten Sie schon?
Alle unsere Skibrillen sind mit allen unseren Skihelmen kompatibel.
Sonnenbrillen in den Bergen: für Pausen und Tage mit strahlendem Sonnenschein

In den Bergen reflektiert der Schnee einen großen Teil der Sonnenstrahlen. Ihre Sonnenbrille muss daher einiges leisten, auf der Terrasse ebenso wie im Sessellift.
- Die Gläser: gleiche Kontrolle wie bei der Skibrille; ein Kratzer in der Blickachse ermüdet die Augen.
- Die Kategorie: In der Höhe sollten Sie Kategorie 3 wählen.
- Der Halt: Prüfen Sie die Scharniere und die Bügelenden. Sonnenbrillen, die von der Nase rutschen, landen oft im Schnee.
Sie sind unsicher, ob Sonnenbrille oder Skibrille besser zum Skifahren passt? Unser Artikel Sonnenbrille oder Skibrille beim Skifahren? hilft Ihnen bei der Entscheidung.
Die Situationen, in denen die jeweilige Ausrüstung die richtige Wahl ist, damit Sie sich gut entscheiden können.
Den Artikel lesenSki, Skischuhe und Bindungen: der Besuch beim Skiservice
Ski, Skischuhe und Bindungen verdienen vor der ersten Abfahrt ebenfalls einen prüfenden Blick:
- die Ski: trockener oder zerkratzter Belag, über den Sommer verrostete Kanten;
- die Skischuhe: gerissene Schale, beschädigte Schnallen, durchgesessene Innenschuhe;
- die Bindungen: Einstellung passend zu Ihrem aktuellen Gewicht und Ihrem heutigen Niveau.
Für das Wachsen, das Schärfen der Kanten oder die Einstellung der Bindungen ist der Gang zum Fachmann nach wie vor am sichersten.
Planen Sie diesen Besuch einige Wochen vor den Ferien ein: Die Werkstätten sind im Dezember schnell ausgelastet.
Handschuhe und Kleidung: Komfort steht an erster Stelle

Der letzte Schritt und der schnellste:
- die Handschuhe: Nähte, abgenutzte Handfläche, Membran, die kein Wasser mehr abhält? Kalte Hände können einen Skitag verkürzen. Wenn Ihre Handschuhe ausgedient haben, sind die RACER 1927 Skihandschuhe dafür gemacht, Sie den ganzen Winter zu begleiten;
- die Jacke und die Hose: Reißverschlüsse, Nähte und Wasserabweisung. Ein Wassertropfen sollte auf dem Stoff abperlen, statt einzudringen;
- die Unterwäsche, Mützen und Halswärmer: Ein Waschgang nach Monaten im Schrank schadet ihnen nicht. Entdecken Sie die RACER Halswärmer!

Warm, weich und atmungsaktiv für die ganze Saison.
Halswärmer ansehenIhre Ski-Checkliste auf einen Blick
| Ausrüstung | Zu prüfen | Wenn es nicht passt |
|---|---|---|
| Helm | Schale ohne Risse und Dellen, kein schwerer Aufprall in der letzten Saison | Ersetzen |
| Innenpolster, Gurte, Schnalle, Einstellrad | Teil reinigen oder ersetzen | |
| Größe weiterhin passend (Kinder) | Nächste Größe wählen | |
| Skibrille | Scheibe ohne Kratzer im Sichtfeld und ohne Risse | Scheibe wechseln |
| Beschlag bleibt nach warmem Anhauchen der Brillen-Innenseite bestehen | Scheibe oder Skibrille wechseln | |
| Schaumstoff fest verklebt und geschmeidig, Band mit guter Spannung | Skibrille ersetzen | |
| Mit Ihrem Helm kompatibel | Bei CÉBÉ ist alles kompatibel… | |
| Sonnenbrille | Gläser intakt, Kategorie 3 oder 4, stabile Scharniere | Ersetzen |
| Ski und Bindungen | Belag, Kanten, Einstellung der Bindungen | Zum Skiservice |
| Skischuhe | Schale, Schnallen, Innenschuhe | Zum Skiservice |
| Handschuhe und Kleidung | Nähte, Wasserdichtigkeit, Reißverschlüsse | Waschen, neu imprägnieren oder ersetzen |
FAQ zur Ski-Checkliste
Wie lange hält ein Skihelm?
Die Hersteller empfehlen im Allgemeinen, einen Skihelm nach etwa 5 Jahren zu ersetzen, bei intensiver Nutzung auch früher. Die Materialien altern mit der Zeit, selbst wenn der Helm unversehrt aussieht.
Sollte man seinen Skihelm nach einem Sturz austauschen?
Ja, nach jedem schweren Aufprall. Die innere Struktur nimmt die Aufprallenergie durch Verformung auf und schützt bei einem zweiten Aufprall nicht mehr so gut.
Wie reinigt man eine Skibrille, ohne sie zu beschädigen?
Spülen Sie die Außenseite mit lauwarmem Wasser ab und trocknen Sie sie dann durch Abtupfen mit einem Mikrofasertuch. Vermeiden Sie es, die Innenseite der Scheibe zu reiben, denn dort befindet sich die Antibeschlag-Beschichtung.
Warum beschlägt meine Skibrille?
Die häufigsten Ursachen: eine abgenutzte Antibeschlag-Beschichtung, ein beschädigter Schaumstoff oder eine schlecht auf den Helm abgestimmte Brille, die die Belüftung blockiert. Vermeiden Sie es außerdem, die Brille auf die Stirn zu schieben, wenn Sie schwitzen.
Meine Skibrille ist verkratzt: Muss ich sie komplett ersetzen?
Nicht unbedingt. Bei einer Skibrille mit Wechselscheibe muss nur die Scheibe ersetzt werden.
Fazit
Das war's, Ihre Ausrüstung hat den technischen Check bestanden. Zehn Minuten Kontrolle heute sind die Garantie dafür, Ihren ersten Tag auf der Piste in vollen Zügen zu genießen. Jetzt müssen Sie nur noch die Schneeberichte im Auge behalten.
Eine schöne Saison und bis bald auf der Piste!

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